Do it yourself
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Zwischen Windeln, Rückbildung und Lust aufs Schreiben

Mein Projekt für 2020

2020 macht genauso weiter, wie das alte Jahr aufgehört hat. Kann es wirklich sein, dass schon wieder fünf von dreihundertsechsundsechzig Tagen rum sind? Zwischen wickeln, stillen, spielen, kuscheln, essen und hart erkämpfter Paarzeit rasen die Stunden an mir vorbei wie gepimpte Audis auf deutschen Autobahnen.

Zeit für mich bleibt da oft auf der Strecke. Oder – seien wir ehrlich – nach einem anstrengenden Tag ist die Reisedoku aus der Mediathek oder das Durchscrollen von mehr oder weniger inspirierenden Instagram-Profilen einfach zu verlockend. Entspannend ist das allemal, aber auf Dauer doch auch irgendwie unbefriedigend.

Ich vermisse das Schreiben

Immer häufiger kribbelt es mir in den letzten Wochen wieder in den Fingern, endlich wieder Worte aufs Papier bzw. auf den Bildschirm zu bringen. Gerade jetzt in der Elternzeit vermisse ich das Schreiben. Vermisse es, meine Gedanken festzuhalten. Ich vermisse es, etwas Neues auszuprobieren und Themen auch außerhalb von Windeln, Kinderkrankheiten, Rückbildung und ermüdenden Impfdiskussionen anzugehen.

Und genau das möchte ich in den verbleibenden dreihunderteinundsechzig Tagen des Jahres gerne ändern. Ich möchte dem Blog wieder Leben einhauchen und das tun, was ich schon immer gerne tue: Schreiben.

53 Wochen, 53 DIYs

Doch worüber schreibt man, wenn das Leben als frisch gebackene Zweifacheltern den Großteil der Zeit einfordert und die spannendsten Ausflüge oft die zum Kinderarzt oder auf den Spielplatz sind? So gerne ich auch manche Mama-Blogs lese, so oft habe ich auch das Gefühl, es ist einfach schon alles gesagt. Und wie schon geschrieben: Manchmal ist es auch einfach schön zu sehen, dass es auch noch eine Welt fernab von Windelinhalten und Bobo Siebenschläfer gibt.

Ich habe Lust auf etwas Kreatives. Etwas, bei dem ich Neues lernen und ausprobieren kann. Bei dem ich ein Ergebnis in den Händen halten kann. Deswegen habe ich mir vorgenommen, jede Woche des Jahres ein kleines Do-it-yourself-Projekt anzugehen und hier und auf Instagram darüber zu berichten.

Kleine Kreativprojekte

Selbst gebaute Möbelstücke wird es hier wohl eher nicht geben, dazu fehlt mir schlichtweg die Zeit, das Werkzeug und vor allem auch das Talent (was nicht heißt, dass ich nicht mal Lust darauf hätte). Es werden kleinere Projekte aus den verschiedensten Kategorien sein. Dinge, die ich schon länger mal ausprobieren wollte. Rezepte, Nähprojekte, Geschenkideen – mal sehen, was das Jahr noch so an Ideen mit sich bringt.

Übrigens bin ich absolut keine DIY-Queen. Den Platz am Herd habe ich bisher nur zu gerne an meinen Mann abgetreten und auch die Nähmaschine habe ich erst mit Geburt meines Sohnes vor drei Jahren entdeckt. Aber mir gefällt das Gefühl, etwas Selbstgemachtes in den Händen zu halten und ich freue mich auf meine Herausforderung für dieses Jahr. Mal sehen, wohin sie mich führt.

Deine Ideen für #53diys

Für einige Wochen habe ich schon konkrete Do-it-yourself-Projekte im Auge. Ereignisse wie Geburtstage, Weihnachten oder Ostern bieten sich da einfach an. Ansonsten habe ich alle Ideen erst einmal auf eine lange Liste geschrieben und werde dann schauen, was wann am besten passt.

Trotzdem freue ich mich auch über den ein oder anderen Denkanstoß und fände es toll, wenn ihr mich mit euren kreativen, lustigen und herausfordernden Ideen unterstützt. Input von außen kann nämlich grundsätzlich nie schaden und erweitert bekanntlich ja auch den Horizont.

Flucht nach vorn

Noch ein kleines Wort zum Schluss: Als Perfektionistin erster Güte ist mir eigentlich nie ein Projekt „fertig genug“, um es in die Welt hinauszuposaunen. Und solange keiner davon weiß, ist es ja auch leicht, ganz unbemerkt wieder einen Rückzieher zu machen. Deswegen gibt es ganz im Zeichen neuer Vorsätze einfach mal die „Flucht nach vorn“. Jetzt wisst ihr Bescheid und könnt mich gerne sanft oder auch weniger sanft anstupsen, sollte es hier mal wieder verdächtig still werden.

Also, ich freue mich auf das Jahr 2020 und bin gespannt, was ich hier in den nächsten Wochen so berichten werde.

Ich wünsche euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr!

8 Kommentare

    • tine sagt

      Danke dir! :-* Wir haben tatsächlich schon einen, wenn auch schon fertig zusammengeschraubt bei eBay Kleinanzeigen erstanden. Was er aber tatsächlich mal gebrauchen könnte wäre ein neuer Anstrich. So stylisch wie bei deinem Link sieht er nämlich tatsächlich nicht aus. 😉 Also danke für die Idee!

  1. Tanja Obermüller sagt

    Ich bin auch schon gespannt auf deine wöchentlichen Ergebnisse und werde hier auf jeden Fall regelmäßig dabei sein. Viel Spaß!

  2. Jana sagt

    Oh wie schön. Ich werde dich daran erinnern und vielleicht inspirieren wir uns auch gegenseitig.

    • tine sagt

      Sehr gut! Falls du eine Idee hast: Du weißt ja, wie du mich erreichen kannst. 🙂

  3. Silke sagt

    Bin gerade am Nähen von Nachschub und falls es für euch nicht bereits ein „alter Hut“ und längst bekannt ist, hier eine Idee, auf die Ellen mich brachte und die sich gut bewährt im Babyalltag: Wegwerfunterlagen zum Wickeln machen Müll, werden aber unterwegs oder beim Stillen im Bett gebraucht. Ich habe nun mehrere genäht. Einfach auf ein Moltontuch Polstervlies aufbügeln und einen abwischbaren Stoff gegennähen, macht sich mit der Overlock prima! Und funktioniert! Kann auch vorsichtig gewaschen werden. Will man es komplett abwischbar haben, einfach das Moltontuch gegen eine Lage wasserdichten Stoffs austauschen.

    • Das ist auch eine tolle Idee! Wir haben damals von Bekannten gebraucht ein paar Moltontücher geschenkt bekommen, die wir als Wickelunterlage nehmen, aber selbst genäht machen die natürlich nochmal mehr her! 🙂 Wir haben auch zwei ganz tolle Wickelunterlagen für unterwegs mit Windel- und Feuchttücherfach von Felix‘ Kollegin geschenkt bekommen, die waren eins der praktischsten Geschenke überhaupt!

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