Alle Artikel mit dem Schlagwort: Babytüp

Wie im Dschungelbuch

Auf unseren kleinen Wecker aka. Babytüp ist Verlass. Pünktlich um 6 Uhr waren wir wach und konnten die Zeit direkt dafür nutzen, unsere Wäsche zu waschen. Das ist ein bisschen so wie mit den Handtüchern und den Liegen – lieber schnell die Waschmaschine benutzen, bevor es jemand anderes tut. 😉 Da wir eine powered site, einen Stellplatz mit Strom, gebucht hatten, wurden auch nochmal sämtliche elektronische Geräte aufgeladen. So waren auch Handys und Kameras wieder voll einsatzbereit für die kommenden Tage. Danach nutzten wir die Vorzüge unseres tollen Campingplatzes in Whangarei und unterzogen auch uns erstmal einer Grundreinigung. Die Dusche war ein Traum – am liebsten wäre ich noch drei Stunden unter dem schönen warmen Wasser stehen geblieben. Erst, wenn man nicht jeden Tag eine gescheite Dusche zur Verfügung hat (die im Camper ist wirklich nur eine Notlösung), lernt man so eine schöne warme Dusche wirklich zu schätzen! Ich fühlte mich wie neu geboren und mit frischen Klamotten und ein wenig Make-up im Gesicht zum ersten Mal seit Tagen nicht wie der Schlumps persönlich. Frisch …

Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!

Tag vier in Neuseeland fing mit einer leichten Zeitverwirrung an. Ohne dass wir es wussten, wurden die Uhren in der Nacht auf Sommerzeit umgestellt. Zugegebenermaßen hat es eine Weile gedauert, bis wir gecheckt haben, warum gefühlt jede unserer Uhren was anderes anzeigte. Jedes Jahr das gleiche, ganz egal ob in Deutschland oder am anderen Ende der Welt. Im Endeffekt haben wir uns dann aber doch noch in der richtigen Zeitzone eingefunden. 😉 Fast schon traditionell wurde der Tag wieder mit einem schönen Strandspaziergang eingeleitet – da kann man sich wirklich dran gewöhnen. Nach einem leckeren Frühstück mit frischem Ingwertee, um Felix’ beginnende Erkältung in Schach zu halten, ging es für uns weiter in Richtung Whangarei. Vorher mussten wir aber nochmal ganz Touri-mäßig ein Fotos in einem riesigen Bilderrahmen machen, der den Shakespear Regional Park überblickte. Nach einigen wackligen Versuchen mit Selbstauslöser kam dann glücklicherweise doch noch jemand vorbei, der unsere bemitleidenswerten Versuche erkannte und anbot, ein Foto von uns dreien zu machen. Den Punkt Touri-Fotos im Bilderrahmen können wir nun also auch auf unserer Liste …

Fast wie bei den Hobbits

Nach dem Chaos am Vortag lies uns der Babytüp immerhin bis 4 Uhr schlafen (mit Still-Unterbrechungen) und das erste Mal seit dem langen Flug fühlten wir uns sogar sowas wie ausgeruht. Deswegen schritten wir gleich hochmotiviert zur Tat und verstauten unsere Klamotten, Einkäufe und sonstigen Kram in den Schränken und hatten so noch vor Sonnenaufgang so etwas wie Ordnung auf unseren wenigen Quadratmetern geschaffen. Der frühe Vogel und so… 😉 Auch wenn ich sonst eher zur Fraktion Chaos gehöre, muss ich zugeben: im Camper ist eine gewisse Ordnung ein Muss, sonst findet man einfach nichts mehr. Oder man ist ständig hinterher, weil der der Babytüp sich die rumliegenden Sachen schnappt und sich wahlweise in den Mund steckt und ansabbert oder wild durch die Kante schmeißt. Der Spruch Ordnung ist das halbe Leben stimmt in diesem Fall also (leider) wirklich. Während die Sonne langsam aufging, stellten wir erfreut fest, dass wir tatsächlich nur wenige Meter vom Meer entfernt geparkt hatten. Als der Himmel sich in den wunderschönsten Sonnenaufgangs-Farben zu färben begann, steckten wir den Babytüpen schnell …

Unser erstes Eigenheim

Die erste Nacht in Neuseeland war dank Jetlag schon um 3 Uhr vorbei. Felix und ich hätten sicherlich noch für ein paar Stündchen die Augen schließen können, aber die innere Uhr des Babytüpen war eindeutig auf Action eingestellt. In Deutschland war es ja auch 10 Stunden früher und damit quasi Primetime für den Babytüpen. Alle Eltern wissen: das Baby ist der Boss. Deswegen nennen wir den Babytüpen auch liebevoll den Don. 😀 Also nutzten wir die Zeit für ein Telefonat nach Deutschland und haben nochmal laaaange die schöne warme Dusche im Hostel genossen, denn wer weiß, wann wir das nächste Mal wieder eine saubere und vor allem warme Duschgelegenheit finden werden. Unsere gefühlten 20 Gepäckstücke ließen wir erstmal im Hostel und machten uns dann mit dem Zug auf zum Autoverleih, wo wir unseren fahrbaren Untersatz und gleichzeitig unsere Unterkunft für die nächsten sechs Wochen abholen wollten. Die Übergabe dauerte eine Weile (für alle, die es interessiert, wir haben einen Wagen von Heron Campers). Alle Funktionen unseres ersten „Eigenheims“ wurden uns ausführlich erklärt und wir wissen …

1 Babytüp, 300 Koreaner

Über 24 Stunden an Flughäfen und in Flugzeugen, unzählige Turbulenzen, einen Zwischenstopp in Südkorea und vier ungenießbare Flugzeug-Mahlzeiten später haben wir es endlich geschafft! Wir sind in Neuseeland angekommen und können es immer noch nicht so ganz realisieren, dass wir die nächsten zwei Monate hier verbringen dürfen! Hier sind gerade Aufregung, Erleichterung, Freude, Stress und endlose Müdigkeit ganz eng beieinander. Und wahrscheinlich realisieren wir alles erst so richtig, wenn wir morgen hoffentlich halbwegs in Raum und Zeit angekommen sind. Während meine Männer schon neben mir schnarchen, brauche ich noch eine Weile, um die ganzen Eindrücke der letzten 48 Stunden zu verarbeiten. Und was eignet sich dazu mehr, als euch ein bisschen mit meinem übermüdeten Gedankenwirrwarr vollzutexten? 😉 So ewig haben wir darauf gewartet, haben die Tage bis zum Beginn der Elterzeit gezählt. Und plötzlich ging dann doch alles super schnell. Gestern standen wir noch mit viel zu vielen Rucksäcken und Buggy am Flughafen Schiphol in Amsterdam und schwuppsdiwupps, ist man plötzlich am anderen Ende der Welt. Verrückt, diese Flugzeuge! Der Babytüp und 300 Koreaner*innen Der Flug …