Neuseeland, Reisen
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Wenn ich groß bin, will ich auch mal Spießer werden!

Tag vier in Neuseeland fing mit einer leichten Zeitverwirrung an. Ohne dass wir es wussten, wurden die Uhren in der Nacht auf Sommerzeit umgestellt. Zugegebenermaßen hat es eine Weile gedauert, bis wir gecheckt haben, warum gefühlt jede unserer Uhren was anderes anzeigte. Jedes Jahr das gleiche, ganz egal ob in Deutschland oder am anderen Ende der Welt. Im Endeffekt haben wir uns dann aber doch noch in der richtigen Zeitzone eingefunden. 😉

Morgendlicher Spaziergang am Strand

Fast schon traditionell wurde der Tag wieder mit einem schönen Strandspaziergang eingeleitet – da kann man sich wirklich dran gewöhnen. Nach einem leckeren Frühstück mit frischem Ingwertee, um Felix’ beginnende Erkältung in Schach zu halten, ging es für uns weiter in Richtung Whangarei. Vorher mussten wir aber nochmal ganz Touri-mäßig ein Fotos in einem riesigen Bilderrahmen machen, der den Shakespear Regional Park überblickte. Nach einigen wackligen Versuchen mit Selbstauslöser kam dann glücklicherweise doch noch jemand vorbei, der unsere bemitleidenswerten Versuche erkannte und anbot, ein Foto von uns dreien zu machen. Den Punkt Touri-Fotos im Bilderrahmen können wir nun also auch auf unserer Liste abhaken. Check!

Familienfoto im Shakespear Regional Park

Wie meist hier in Neuseeland gurkt man ziemlich viel über kurvige Landstraßen und so brauchten wir mit unserem Camper gute drei Stunden für die 150 km. Angekommen in Whangarei steuerten wir als erstes den Mount Parihaka an, von dem aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat. Auf dem Parkplatz angekommen nutzten wir die Vorzüge unseres self-contained Campervan und bereiteten dem Babytüpen sein Mittagessen zu. Felix packte dann erstmal die Campingstühle (ja, der Babytüp hat seinen eigenen Camping-Hochstuhl!) aus und so saßen die beiden Männer gemütlich in der Sonne vorm Van. Danach genossen wir kurz die 180° Aussicht über die Stadt. So richtig wohl war uns dabei aber irgendwie nicht, da auf dem Parkplatz ein großes Schild vor Dieben warnte. Zu allem Überfluss lagen auch noch die Reste einer zerschmetterten Scheibe auf dem Parkplatz. Wir waren also schnell wieder am Auto und froh, als unsere Scheibe noch intakt war und niemand unsere Schlübber geklaut hatte. 😉

Blick über Whangarei

Da uns der Gedanke an eine warme Dusche und Strom zum Aufladen für die Kameras und Co. sehr verlockend vorkam, steuerten wir den Top 10 Campingplatz in Whangarei an, der in unserer Neuseeland-Camping-App reichlich gelobt wurde. Wir wurden super freundlich empfangen und wenn ihr denkt, unser Camper ist schon spießig, dann nehmt das: wir sind nun stolze Besitzer einer Top 10 Membership Card! Mehr spießig geht nicht, oder? 😀

Unsere Erwartungen wurde jedenfalls nicht enttäuscht – alles war super sauber und toll eingerichtet. Wir kochten uns den Klassiker aller Studentengerichte – Nudeln mit Tomatensoße. Dekadent wie wir sind, gab es sogar noch Käseraspel oben drauf! Und für den Babytüpen kochte ich Möhren-Kartoffel-Süßkartoffel Brei vor. Mit den neuseeländischen Gläschen kann er sich bisher nämlich nur bedingt anfreunden und alles außer Kürbis-Spinat-Ricotta wurde bisher verschmäht. Ja, sogar die guten Spaghetti Bolognese. Süßkartoffeln heißen hier in Neuseeland übrigens Kumara – man weiß ja nie, wann man dieses Wissen einmal gebrauchen kann! 🙂

Farne – hier in Neuseeland überall zu sehen

Multitasking – Baby trage und Essen kochen

Die Käseraspel dürfen nicht fehlen!

Während der Babytüp schon im Reich der Träume war, kümmerte sich Felix noch fleißig darum, unseren Camper wieder auf Vordermann zu bringen. Das waste water wurde abgelassen und wir staunten nicht schlecht, wie viel Abwasser sich bei ein bisschen Geschirrspülen und Zähne putzen doch ansammelt. Als letzte Amtshandlung des Tages wurde dann noch der Wassertank mit frischem Trinkwasser befüllt. Dann ging es für uns auch ins Bett. Ich war einfach nur noch total k.o. und konnte meine Augen kaum noch offen halten. Im Übrigen schlafen wir wunderbar in unserem Camper – die Liegefläche ist größer als unser Bett zu Hause und echt gemütlich!

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